Mein persönliches Schwangerschafts-ABC – Heute: A wie…

24. März 2017

von Kaliopi

Ich habe gegenwärtig das enorme Bedürfnis alles in meinem Leben zu ordnen und zu gliedern, wobei ich generell ein eher chaotischer Mensch bin. Ich schaffe es selten für die Gegenstände in meinem Haushalt einen verwendbaren Platz zu finden, was dazu führt, dass der effiziente Haushaltsgedanke, den ich so sehnlichst in mein Leben einziehen lassen möchte, verloren geht.  Meine Wohnung sieht nie „clean“ aus und damit meine ich nicht sauber, sondern eher die Art von „clean“, die mich auf sämtlichen Instagram-Interior- Accounts zu verfolgen und aufzuziehen scheint. Ich rede von diesen perfekt gefilterten Wohnungen, in denen die Farbe Weiß verbindlich für die Einrichtungsgegenstände zu sein scheint – Der Hauptakteur unter den Farben sozusagen; Wohnungen, in denen sich mindestens eine Vintage-Retro-Edison-Industrie-Style-Lampe widerfindet, nebst dem auf alt gemachten Teak-Sideboard aus Dänemark und dem obligatorischen Eames-Chair, der auf einem unechten Fellimitat-Teppich seinen Platz gefunden hat. In diesen Wohnungen, scheint es, als ob jeder noch so kleine Gegenstand seinen Platz hat, man findet nichts Überflüssiges, alles ist „clean“, selbst wenn sich hier und da aufeinander gestapelte Bücher scheinbar wahllos auf dem Boden widerfinden. Denn auch diese stapeln sich da nicht zufällig, sondern erfüllen zumindest ihren coolen Designerzweck. Es lebe die Individualität!

Nein, so sieht meine Wohnung nicht aus. Bei mir, bzw. uns, ist es bunt. Wir besitzen genau ein weißes Möbelstück und irgendwie scheint nichts zueinander zu passen. Stauraum gehört zu den größeren Herausforderungen in unserer Haushaltsrealität und generell scheint immer etwas herumzuliegen, nämlich da, wo es nicht zwingend hingehört. Die Schwangerschaft hat bei mir einen gewissen Drang zu mehr Gleichmäßigkeit und Effizienz angeregt und auch wenn das allgemeine Chaos doch weiterhin dominiert, so versuche ich doch zumindest zu entrümpeln, auszumisten und etwas Klarheit zu schaffen, sowohl in der Wohnung als auch im noch viel ordnungsloseren Kopf. So, jetzt habe ich ganz schon ausgeholt, denn eigentlich wollte ich einleitend mit diesem Artikel nur hervorheben, dass das Thema Ordnung auch für alle bisherigen Schwangerschaftserlebnisse gilt, was mich dazu veranlasst hat ein kleines Schwangerschafts-ABC auszuarbeiten. Mein kleines, persönliches, ordentlich angefertigtes ABC rund um diese sehr aufregenden und spannenden Monate.

A wie Aubergine

Kommen wir zu dem Thema Apps. In regelmäßigen Abständen gesellt sich, eine von irgendwem empfohlene App, neben die bereits fünf vorhandenen, auf mein Mobiltelefon. Die Lebensdauer der Neuankömmlinge ist meistens nur von kurzer Beständigkeit, der Löschvorgang erfolgt ungefähr nach einer Woche digitalen Verstaubens auf eben diesem Telefon. Die Baby-App, die mich seit dem 2 Monat der Schwangerschaft begleitet, hat es allerdings auf meinem kleinen Bildschirm überlebt. Nach einem kostenpflichtigen Update, mit Ablauf des dritten Monats, erhielt und erhalte ich bis dato, regelmäßig nützliche Informationen; in welcher Woche ich mich befinde, wie viel das kleine ungefähr wiegt und zu guter Letzt, welche Größe es in welcher Woche erreicht. Das erste Mal als ich die Größeninfo entdeckte, kam mir dann folgendes Bildchen entgegen: „Woche 22, so groß wie eine Aubergine.“ Habe ich schon mal erwähnt, dass ich eine blühende Fantasie besitze? Von nun an begleitete mich gedanklich die gesamte Woche eine Aubergine mit Baby Kopf! Jap, so war das. In meiner Vorstellung hauste eine kleine Aubergine in meiner Bauchregion. Nun bin ich in Woche 37 und nachdem mich Woche für Woche ein neues, immer größer werdendes Gemüse oder Obst begrüßte, bin ich nun bei der Wassermelone angelangt. Leute, in meinem Uterus befindet sich eine Wassermelone, mit Händen und Füssen. Das Bild an sich ist schon absurd genug, aber die Vorstellung, dass diese Wassermelone ja auch raus muss, ist irgendwie sehr verstörend. Fazit: Schön, dass sich sämtliches Grünzeug metaphorisch als Babymaß benutzen lässt, aber seltsam ist es doch allemal.

A wie „Ach du S……“

Ach du grüne Neune. Ersetzt die Worte „grüne Neune“ mit dem S-Wort (Ich mag Schimpfwörter nicht ausschreiben, auch wenn sie im Sprachgebrauch noch so geläufig sind) und ihr habt einen meiner am häufigsten gedachten Sätze während der Schwangerschaft. „Ach du grüne Neune, so fühlt sich Wasser in den Beinen an“ „Ach du grüne Neune, ich kann meine Füße nicht mehr sehen.“ „Ach du grüne Neune, wer bindet mir die Schuhe zu und hatte ich nicht mal Schuhe mit Klettverschluss?“ „Ach du grüne Neune, es gibt tatsächlich keine schöne Schwangerschaftsmode.“ Ich könnte die Liste ewig weiterführen. Man muss aber dazu sagen, dass es sich hierbei um kurze Schreckensmomente handelt, an die man sich binnen kürzester Zeit gewöhnt. Denn schließlich wird eine neu erworbene Fassungslosigkeit ganz schnell von der nächsten unerwarteten Gegebenheit abgelöst.

A wie Akupunktur

Sehr empfehlenswert, während der Schwangerschaft und höchstwahrscheinlich auch für viele andere kleine Leiden außerhalb der Schwangerschaft eine überaus sinnvolle Methode. Akupunktur empfiehlt sich bei starkem Sodbrennen im zweiten Trimester und auch Anfang des dritten Trimesters, zumindest war das bei mir so. In den letzten Wochen hilft dann leider nicht mehr viel, aber dann ist ja auch schon das Ende der Reise in Sicht. Besonders wohltuend ist Akupunktur ab der 36 Woche zur Geburtsvorbereitung. Ich finde die kleinen Nadeln zwar immer etwas fies, aber nach einigen Minuten entspannt sich der Körper und das unangenehme Gefühl verschwindet. In dem späten Stadion der Schwangerschaft hilft Akupunktur besonders bei Wasser in den Beinen und Gelenkschmerzen. Ich glaube, dass ich mich bei einer zweiten Schwangerschaft viel eher über solche alternativen Methoden informieren würde. Ich denke, dass viele Wehwehchen durch Hausmittel und homöopathische Mittelchen gelindert werden können.


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