Lovely Budapest – Eine Mischung aus Wien und Paris

6. Juni 2016

von Kaliopi

Ich war schon immer großer Frankreich Sympathisant. Mit 14 Jahren unternahm ich meinen ersten Schüleraustausch, nach Paris, “La Ville lumière”. Paris weckte meine Lebensgeister, meine Reiseleidenschaft, sie gab mir den ersten Eindruck vom Leben in einer richtigen Großstadt und meinen allerersten Kuss; ein milchgesichtiger, pubertierender Jugendlicher namens Damien, mit der charmantesten, französischen Aussprache. Die kleine Romanze, die aus unschuldigem Händchenhalten und einem Kuss zum Abschied meines Aufenthalts stattfand, war die erste “Liebesgeschichte” in meinem Leben.  Ich dachte noch viele Jahre später an Frankreich, an Paris und über meine Zerrissenheit, was meine Zugehörigkeit angeht, nach. Ich fing an mich mit diesem herrlichen Land zu identifizieren. Ich bin Griechin, mit deutscher Attitüde und einem Herzen, dass irgendwie französisch tickt.

So, jetzt habe ich ganz schön ausgeholt. Denn eigentlich dreht sich dieser Text um Budapest. Wieso also die kleine Zeitreise in das Paris meiner Jugend?  Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich Budapest dieses Jahr zum ersten Mal besucht habe. Zwar hatte ich schon des öfteren das Land besucht, allerdings erschien Ungarns Hauptstadt nie auf meinem Radar. Es gab immer irgendeinen interessanteren Ort, den es zu erkunden galt. Bis mich mein Freund dieses Jahr nach Budapest entführte.

Ich habe wirklich schon viele Orte gesehen und erkundet. Ich war in fernen Ländern, ich war in der Heimat, auf anderen Kontinenten, oder ich habe mich innerhalb von Deutschland bewegt, um in meiner Wahlheimat auf Entdeckungstour zu gehen. Budapest hat mich auf eine ganz andere Weise berührt. Vielleicht, weil ich so eine tolle, harmonische Zeit mit meinem Freund verbringen durfte, vielleicht, weil das Wetter fantastisch war und weil ich mich zur Zeit sehr wohlfühle mit mir und dem Leben. Oder vielleicht, weil Budapest das Gefühl in mir geweckt hat, was schon längst vergessen schien – Budapest versetze mich zurück in mein junges Ich. Das Mädchen, dass anfing die Welt und sich selber zu erkunden, irgendwie unschuldig und stets staunend. Budapest beamte mich zurück in meine Jugend, als noch alles so neu und aufregend erschien. Diese Stadt gab mir das Gefühl zurück, was ich empfand, als ich als schlaksige 14jährige durch die Straßen von Paris spazierte. Die Reise fühlte sich genauso an; unschuldig und zuversichtlich. Das Gefühl der Unschuld und der Reinheit, schien lange Zeit verloren, vergessen und verstaubt irgendwo zwischen diversen Erinnerungen, die jedes Leben so aufbewahrt. Ich bin dankbar für die intensiven Gefühle und die aufkommende Sehnsucht das Leben voll auszukosten. Budapest läutete den Frühling ein, brachte alles Neue, verwandelte alles, was grau war in ein sattes, leuchtendes Grün und weckte neue Lebensgeister.

Man hat das Gefühl in Budapest herrscht ständige Aufbruchstimmung. Die imposanten Gebäude, das mittelalterliche Viertel auf dem Budaer Burgberg und der faszinierende Stilmix aus Gotik, Renaissance und Klassizismus tragen wesentlich zu diesem Gefühl bei. Diese ganzen architektonischen Stile haben mich sofort in ihren Bahn gezogen. Budapest ist eine Mischung aus Paris, Wien und ein Hauch mediterraner Flair. Die Stadt leuchtet und strahlt. Sie strahlt die gelassene Pariser Eleganz aus, schmückt sich in Wiener Gewändern und umarmt einen mit mediterraner Wärme.

Beim flanieren durch die malerischen Straßen von Budapest, schwebte durchgehend nur ein Gedanke durch mein Köpfchen: Alles ist möglich!

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