About decisions…

6. Oktober 2015

von Kaliopi

Manchmal, da gibt es einfach nichts zu sagen. Manchmal ist Schweigen Gold. Inspiration kommt, oder sie kommt nicht. Ich war nie besonders gut unter Zwang. Schreiben diente für mich stets als ein Ventil um Dampf abzulassen, um Schwierigkeiten und Herausforderungen zu analysieren und Gedanken in die richtigen Bahnen zu lenken. Das neugewonnene Gefühl der Zufriedenheit hat meine Schreibinspiration etwas lahm gelegt. Ich gehöre wohl zu der Spezies der Schreiblinge, die Drama braucht um produktive Ergüsse auf Papier zu bringen.

Also heißt es nun für mich Drama zu kreieren. Nein, natürlich nicht. Mein Zufriedenheitszustand bedeutet lediglich, dass ich nun auch lernen muss mich schreibtechnisch neu zu positionieren. Zumindest was meine Kolumnen angeht. Ich lerne gerade meine Inspiration aus Glücksmomenten zu schöpfen. Versteht mich nicht falsch, ich bin kreativ, egal in welchem Zustand. Genau aber wie beim Schmerz muss ich lernen meine Kreativität auch in Stadium der Zufriedenheit in die richtige Richtung zu leiten.

Ich bin ein flatterhaftes Wesen und diese Charakterisierung bringt auch die Eigenschaft der Sprunghaftigkeit mit sich. Aktuell lerne ich diese Eigenschaft in etwas komplett Positives umzuwandeln. Nur weil ich sprunghaft bin, bedeutet das nicht, dass ich Dinge nicht anpacke oder durchziehe. Es bedeutet einfach, dass ich mehrere Dinge zur gleichen Zeit mache, was dann gelegentlich zu wirrem Kopfchaos führt. Da hilft nur das aktivieren meines bislang unterschätzen Talents, der Organisation. Ordnung in das Chaos bringen. Genau das tue ich momentan. Es gab eine Zeit, da haben sämtliche Säulen, die das Leben ausmachen gefehlt. Ich rekonstruiere diese Stück für Stück und treffe endlich Entscheidungen. Freund, Freunde und Familie sind die größte Stütze und der beste Motivator. Fehlt nur noch die Selbstverwirklichung, aber da bin ich auch kräftig am dran arbeiten.

Letztendlich geht es im Leben tatsächlich darum sich die Fähigkeit anzueignen Entscheidungen zu treffen. Eines der größten Probleme unserer Generation ist doch die schier unendliche Zahl an Möglichkeiten und die Unfähigkeit, oder besser gesagt die Angst aus dieser Masse an Möglichkeiten, die falsche rauszufischen. Wir vergessen dabei, dass es kaum falsche Entscheidungen gibt. Wir treffen eine Entscheidung, die anderen bleiben uns erst Mal verwehrt, wir wissen nicht was daraus geworden wäre. Müssen wir auch nicht. Wir können uns doch jeder Zeit umorientieren. Es gibt einen Grund warum ich damals nach Berlin und nicht nach München gezogen bin. Ich konnte damals meine Motivation nicht begründen. Ich habe einfach aus dem Bauch heraus entschieden. Was wäre wenn ich nach München gezogen wäre? Wer weiß das schon und wen interessiert es? Wichtig war es eine Entscheidung zu treffen. Was daraus resultierte, waren gute wie auch weniger gute Erfahrungen.

Wieso ich mich auf diese oder jene Beziehung einließ? Weil sie sich zum jeweiligen Zeitpunkt richtig anfühlte. Keine Fehler, nur weiter Erfahrungen, die mir jetzt, umso älter ich werde als mächtig hilfreich erscheinen.

Es ist wichtig sich zu entscheiden und sich nicht auf halbgare Sachen einzulassen. Die Entscheidung für einen Herzensmenschen, egal wie viel Verführungen hinter diversen Ecken lauern und darauf Vertrauen, dass das Universum das Herz schon in die richtige Richtung flattern lässt. Es ist wichtig das Kind in sich nicht auszulöschen, aber genauso wichtig ist es den kleinen Peter Pan irgendwo links neben seinem Ohr verstummen, oder zumindest etwas leiser werden zu lassen. Die Entscheidung einen Teil von sich zu erlauben erwachsen zu werden ist notwendig. Was mir heute klarer denn je ist, Peter Pan hat es nie geschafft vollkommene Zufriedenheit zu erlangen. Der ewige Junge wird immer auf der Suche sein, ohne zu wissen wonach er denn sucht. Armer Peter….


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