Ab aufs Land – Hallo Ungarn

20. Mai 2016

von Kaliopi

Ich bin der absolute Großstadtmensch. Ich liebe den Tumult, ich liebe die Energie, die durch die Straßen fließt und Menschenmassen machen mir nicht im geringsten was aus. Ganz im Gegenteil. Ich liebe es mich in der Masse zu verlieren, stundenlang durch Straßen und Gassen zu laufen und niemanden zu kennen. Großstädte geben mir ein merkwürdiges Gefühl der Sicherheit. Die einzigen Orte, die mein Herz noch höher schlagen lassen, sind Inseln. Mein Opi hat früher immer gesagt, dass in meinem Herzen das Feuer brennt und dass mein Geist von der Meeresluft angetrieben wird. Eine griechische Redewendung, die mit den Jahren immer mehr Sinn gemacht hat.

Gleichzeitig haben mich stille Orte, die nicht das Meer umschließt, immer etwas beängstigt. Stille und Abgeschiedenheit machen mich in der Regel rastlos, nervös und und extrem unruhig. Ich habe mit den Jahren rausgefunden, dass dieser Zustand immer dann besonders furchteinflössend ist, wenn ich mit mir und meinem Leben nicht im Einklang bin. Stille bedeutet viel Zeit mit sich und seinen Gedanken und ich neige dazu Probleme wegzudrängen. Ich sperre sie ein, in eine Kiste ganz weit hinten in eine verstaubte Ecke meines Kopfes.

Der Tripp nach Ungarn vor einigen Monaten gestaltete sich also als kleine Herausforderung. Bis ich etwas in mich ging und feststellte, dass die Kiste in meinem verstaubten Hirn so gut wie leer war. Ich wäre nicht ich, wenn ich mich nicht ab und zu mit Dingen befassen würde, aber die großen Probleme der letzen Jahre wurden, entgegen meiner sonstigen Taktik Probleme anzugehen, direkt bearbeitet. Also packte ich meine Koffer, nahm viele Bücher aus verschiedenen Genres mit und ließ zu, dass sich Vorfreude auf die Stille einstellte.

Die Zeit in Ungarn, mitten im Nirgendwo wurde auch tatsächlich ein wundervoller Tripp. Ich habe Gedanken geordnet und sortiert, ich habe viel geschlafen und mich auf kommende Herausforderungen eingestellt. Ich hatte nur zwei wirklich kleine, aus der Abgeschiedenheit resultierenden Panikattacken, ich habe die Gegend ausgekundschaftet, geschrieben, gemalt und unheimlich viel gelesen. Es ist schön zu erkennen, dass alle Orte ihren Charme und ihre Magie aussenden. Ob das nun am Meer, in der Großstadt, oder in den Bergen ist; die Balance ist das was zählt!

 

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